Projekt zur Förderung
junger Literatur

10 Jahre Asphaltspuren ...

titel best of... und davon nur das Beste!

Begebt Euch auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit (2003 bis 2015).
Und bemerkt dabei: Literatur ist immer auch Moden unterworfen, spiegelt aktuelle Politik und soziale Verhältnisse wider. Lasst Euch auf alte Zeiten ein und genießt die bunte Mischung, die wir für Euch zusammengestellt haben.

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Kronabitter La Laguna

Zehn Jahre nach der Ermordung ihres Vaters reist eine junge Frau nach Teneriffa, wo seine Urne begraben liegt. Lange hat sie gezögert, denn der Kontakt zu ihm ist viele Jahre vorher abgebrochen.

Jetzt hofft sie, Licht in das immer noch unaufgeklärte Verbrechen zu bringen oder wenigstens mehr über seine damaligen Lebensumstände herauszufinden. Als der damalige Freund und Weggefährte, den sie treffen möchte, plötzlich unauffindbar ist, wird die Sache immer mysteriöser ...
Was wie der Plot eines Krimis anmutet, hat Erika Kronabitter kunstvoll zu einem Roman mit Tiefgang verwoben. Sie deckt nicht nur die Hintergründe des rätselhaften Verschwindens von Elenas Vater auf, sondern beleuchtet nach und nach die Geschichte ihrer Eltern, eines jungen Paares in den 1960er Jahren, das einerseits noch in den engen Strukturen ländlicher Normen verhaftet ist, andererseits dagegen rebelliert und sich auf die schwierige Suche nach einem gangbaren Weg begibt.
Es ist kein linear erzählter Roman, doch Kapitelüberschriften lotsen den Leser durch die wechselnden Perspektiven, verschiedenen Jahrzehnte, Katastrophenmeldungen, Zeitungsberichte und E-Mails. Wie Puzzleteile fügen sich die einzelnen Kapitel ineinander und enthüllen auf besondere Weise den wohlbekannten Konflikt zwischen Liebe und Freiheit, Verantwortung und Toleranz, Wollen und Können.
Das Buch hat mich mit seiner unsentimentalen, jedoch eindringlichen Sprache von Anfang bis Ende gefesselt.

Erika Kronabitter, La Laguna, 2016, Verlag Wortreich, 227 Seiten, ISBN 978-3-903091-00-9, € 19,90

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf der Homepage das generische Maskulinum verwendet. Mit „der Leser“, „der Autor“ und „der Mensch“ sind hier also in jedem Falle Männer und Frauen gemeint.